Nachrichten aus dem Hinterzimmer

Als krisenerfahrene Forscher*innen sind wir auch in unserem Alltag mit Themen konfrontiert die Gegenstand unserer Forschung sind und sein könnten. Hier findet ihr unsere Gedanken dazu.

WAS HILFT ODER NICHT ODER ETWAS UND DAS GEGENTEIL DAVON

-ein Text von grün, aufgeschrieben nach der Nachricht über Polizeigewalt an einem Menschen in einer psychischen Krise-

Ich kann mich im Herbst freuen, wenn die Drogerien leuchten, von außen und innen und in Ordnung sein, weil der Jackenärmel die richtige Länge hat, während ich im Gras liege. Wie ein Mensch ein Wesen ist, wie er der Welt begegnet, lässt sich nicht heilen, weil es schon ganz ist und nicht fassen in ärztlicher Beurteilung. Ihn darin davon zu trennen ist fatal. Es passiert vielleicht, weil Arzt*innen nicht „ich“ schreiben in ihren Briefen, so nehmen sie auch mich von mir aus.
Warum denn das? Ich kenne das Durcheinander, wenn jedes Ding eine neue Bedeutung hat und wusste nicht, wie am besten verantwortlich sein für das Flugzeug, weil es sonst vom Himmel fällt.
Gewalt in der Psychiatrie gibt es auf viele Weisen. Es ist die zahlenmäßige Überlegenheit einer Gruppe, die in ihrer Rede über einen Menschen ihn selbst draußen lässt oder eine Unterlassung von dem Versuch zu verstehen. 
Den Polizisten, die in Mannheim einen Mann getötet haben, will ich sagen:
Sie haben sich dabei nicht selbst geschützt. Es hilft keine geheime Sprache, es hilft nicht immer die Zusammenfassung, was nun als nächstes zu tun sei.
Es hilft: nicht so viel reden aber wissen, was passiert, verhält sich jetzt zwischen uns und geht mich an. Manchmal hilft sogar: zusammen nicht weiter wissen. Eine Beziehung, wenn sie tragen soll, spannt sich nicht auf zwischen nur Helfenden und denen, die geholfen bekommen.